011.txt:mit Strohsack. An der Hinterwand ein Ofen mit Bank und eine
        zweite Bettstelle, ebenfalls mit einem Strohsack und einigen Lumpen
	darüber. -- Es ist eine stürmische Decembernacht. Am Tisch, beim
011.txt:Scheine eines Talglichts, aus einem Gesangbuch sinkend, sitzt Tulpe:
        Ach bleib mit deiner Gnade
011.txt:Bei uns, Herr Jesu Christ,
        Daß uns hinfort nicht....
        Hedwig, genannt Hete, eine liederliche Frauensperson von etwa
011.txt:dreißig Jahren, mit Ponylocken, tritt ein. Sie hat ein dickes Tuch
011.txt:um den Kopf und ein Bündel unterm Arm; sonst ist sie leicht und
012.txt:fletscht die Zähne und wimmert im Schmerz, nimmt Platz auf der
        Ofenbank und müht sich, die Schuhe auszuziehen.
012.txt:Tulpe!--Den einen Fuß nackt, den andern noch im Schuh,
        humpelt sie mit den Sachen nach dem Bett an der Hinterwand.
	Ich wer ne Meile lofen, gelt? Und wer mer die
	Knochen im Leibe erfrieren, damit Ihr und kennt's
012.txt:Euch einsacken, gelt?
013.txt:Und du kannst neinkommen, wenn de sonst willst.
013.txt:Wer hat denn a Paleto gestohlen? Hä?--Vom
        Gastwirt Richter sein'n kleenen Jungen?
014.txt:kindischer Kerl in Lumpen, bricht datüber in lau1es Lachen aus.
        O Hagel! o Hagel!--das schmeißt ja wie Teifel--
014.txt:alte Kaluppe von Armenhaus, die wird's woll
        amal bei Gelegenheit ja ... bei Gelegenheit ja zu-
017.txt:Narrn haben--wen de willst, ja ... wen de willst,
018.txt:Ihr gebt Ruhe!
019.txt:Man hört Trampeln, eine Treppe hinauf, Jagen, unterdrücktes Schreien.
